In China wird derzeit ein Rechenzentrum von Apple aufgebaut, um die strengen Vorgaben der chinesischen Cybersicherheitsgesetze erfüllen zu können, berichtet das Wall Street Journal. Die Sicherheitsgesetze sehen vor, die Daten chinesischer Nutzer auch in China und nicht außerhalb ihres Heimatlandes zu speichern. Als Standort wurde die Provinz Guizhou gewählt. Das Rechenzentrum zählt zu einem Projekt, welches Investitionen von über eine Milliarde US-Dollar erfordert. Den Betrieb übernimmt Guizhou-Cloud Big Data und ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Regierung der Provinz und des kalifornischen Technologiekonzerns.

Nach den Bestimmungen müssen Rechenzentren ausländischer Unternehmen durch eine chinesische Firma verwaltet werden. Die iCloud-Daten chinesischer User, die bereits auf US-Servern gespeichert sind, will Apple in das Rechenzentrum in China übertragen. Die Daten sind Fotos, Backups und Cloud-Dateispeicher. Wie Apple gegenüber Bloomberg erklärte, erfahre der Datentransfer mit dem neuen Computerzentrum eine klare Beschleunigung und es würden keine Hintertüren in die Systeme eingebaut.

Die Kontrolle über die Schlüssel und Verschlüsselung soll bei Apple bleiben. In Zukunft könnten andere Länder ebenfalls von dem wertvollsten Unternehmen der Welt verlangen, die Daten ihrer Nutzer im Heimatland und nicht in den USA zu speichern. Die Cybersicherheit gewinnt in unseren unsicheren Zeiten vor dem Hintergrund verstärkter Hackerangriffe an Bedeutung. Unternehmen müssen die Vorschriften der Cybersicherheitsgesetze erfüllen und zum Beispiel so wie Apple neue Rechenzentren bauen.

Apple arbeitet zur Zeit auch an seinem neuen Flaggschiff iPhone 8 und soll dabei mit technischen Problemen zu kämpfen haben. Auf seinen bewährten Fingerabdruckscanner Touch-ID soll der Hersteller zugunsten einer 3D-Gesichtserkennung verzichtet haben. Die Markteinführung soll nach der geplanten Vorstellung des Jubiläums-iPhone im September kurze Zeit später erfolgen. Als Verkaufspreis werden 1000 US-Dollar gehandelt und damit würde Apple erstmals eine magische Grenze überschreiten. Der Erzkonkurrent Samsung wird sein Topmodell Samsung Galaxy Note 8 nach Gerüchten ebenfalls für über 1000 US-Dollar auf den Markt bringen. Im Jahr 2007 kam das erste Apple iPhone in den Verkauf und löste als Touchscreen-Smartphone eine echte Revolution aus, doch heute sind solche Smartphones zur Normalität geworden.

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